Die ersten Arbeitstage

02.05.2010

Hej,
meine ersten beiden Arbeitswochen waren sehr abwechselungsreich! Die ersten beiden Tage habe ich hauptsächlich für Organisiatorisches genutzt. Schließlich kann man ohne Computer und Login nur schwer was tun. Natürlich habe ich auch viel mit meinen Kollegen gequatscht und sie über alles mögliche ausgequetscht. Letztlich hat sich allerdings gezeigt, dass mir die Schweden unter meinen Kollegen nur bezüglich Ämtern und Co. helfen können. Sie konnten mich leider nicht wenig bei den typischen Einwandererfragen z.B. wo gibts Wohnungen oder wie bekomme ich eine ID-Nummer. Zum Glück gibt es auch einen deutschen Kollegen, der das Ganze auch schonmal gemacht hat.

Am Montag vor knapp 2 Wochen gings dann erstmal auf ein Flugfeld - unsere Teststrecke. Die Fahrzeugtechnik Masterstudenten haben hier einige Laborübungen, die wegen des harten Winters auf den Frühling gelegt sind (gut für mich). Die insgesamt nur ca. 25 Studenten hatten wir zeitweise eine Betreuungsrate von fünf Studis auf einen Assi. Lieber ika'ler, das nenne ich mal angenehm! Dadurch durfte auch jeder Student ausführlich Volvo fahren. Das Labor bestand aus einem doppelten Fahrspurwechsel, einem Slalom, einem Lenkwinkelsprung (schlagartige Lenkbewegung, die dann gehalten wird) und einer Lenkrampe (langsamer Anstieg des Lenkwinkels). Alles bei mehreren Geschwindigkeiten,  um auch das Fahrzeug im Grenzbereich zu bewegen und mit dem Popometer das degressive Reifenkennfeld kennenlernt. Die Fahrversuche wurden aufgezeichnet, sodass die Studenten die realen Ergebnisse mit ihren selbst entwickelten Adams-Modellen vergleichen können. Die Uni (also wir) hat übrigens für den ganzen Tag Verpflegung bereitgestellt - was ein Service!
Abends kam dann Lars mit seinem Boxter S auf die Teststrecke. Lars ist unser Assistenzprof., der für uns PhDs verantwortlich ist. Wir bauten einen speziellen Slalomkurs mit wechselnden Abständen (weiss den Namens grade nicht) auf. Wir fuhren mit disersen Fahrzeugen diesen Parcours ab. Die beste Runde legte ich allerdings nicht selbst, sondern als Beifahrer von Lars hin. Er fährt fast jedes Wochenende irgendwelche kleinen Rennen/Slaloms und beherrscht das daher unglaublich gut. Die maximalen Querbeschleunigungen waren an jeden Hütchen um die 1,2g - einfach nur GEIL! Da wußte ich wieder warum ich das studiert habe :)

Wie ihr lesen könnt hatte ich die ersten drei Tage richtig viel Spaß! Bilder dazu kommen bald, wie auch weitere Posts.

Bis dahin!

Zitat des Tages:
"Das ist wie mit dem Düsenjet durch eine Schlucht zu fliegen!"
Ralf Schumacher über eine schnelle Runde in Monaco