Das geniale Wetter hier in Stockholm hält schon seit meinem Post vor 2 Wochen an. Meine Erasmuskumpels sind inzwischen wieder über ganz Europa verteilt nach Hause geflogen. Auch die Fussballspiele wurden gebührend im Goethe-Institut geschaut und ebenfalls gefeiert. Mit meinen Mitbewohnern hänge ich ebenfalls ziemlich viel rum, was sich nicht zuletzt durch die WM ergibt. Aus diesen Gründen poste ich nach kurzweiligen 2 Wochen endlich mal wieder.
„Die Sonne knallt mir auf den Penis, schen is!“ Dieser Spruch einer mir bekannten Person (Ja, auch andere von euch kennen diese Person) passt ganz gut zu meiner derzeitigen Lage in Mälarhöjden. Man lernt hier schnell den Sommer, der in Schweden doch vergleichsweise kurz ist, in vollen Zügen zu genießen. Mit gerade mal 10 Minuten Fussweg zum Mälaren (Wasser um Stockholm rum) ist das optimal. Nach Feierabend schnell das Schwimmzeug holen und ab zum Strand, um noch ein/zwei Bahnen zu schwimmen – großartig. Am Wasser zu leben is genial.
Normalerweise erkunde ich die Landschaft per Fahrrad. Hier allerdings gibt es auch kleinere Inseln, die ohne Festlandanbindung nur per Boot zu erreichen sind. Andreas, mein Mitbewohner, hat mich daher auf die Idee gebracht, mich in einem der zahlreichen Segelklubs anzumelden, sodass ich jederzeit mir ein Kajak leihen kann. Das werd ich diese Woche mal genauer nachforschen wie das Ganze funktioniert. Grade hier vor der Haustür kommt man innerhalb kürzester Zeit zB. nach Drottningholm. Das ist die Insel auf der die Königsfamilie wohnt, inmitten eines Parks.
Die Fussballspiele habe ich ab dem Achtelfinale im Goethe.Institut in Stockholm geschaut. Diese Enklave beherbergte jedes Mal ca. 150 Deutsche bzw. Deutschfans. Für die Stimmung sorgten natürlich wir, indem wir (eine Handvoll Leute) immer wieder Fussballgesänge angestimmt haben. Nach den Siegen sind wir singend und grölend durch Gamla Stan gelaufen, um dann vor einer deutschbelagerten Kneipe ein HUMPA zu singen. Auch mein spanischer Mitbewohner is natürlich total happy… Schee wars!
Diese Woche habe ich Andreas ein kleines bisschen geholfen, sein Segelboot zu reparieren. Nächste Woche geht’s für ihn damit ins Wasser. Bin mal gespannt, ob alles hält. Sonst hab ich auch viel mit den Jungens und Mädels hier in unserem schnuckeligen Haus unternommen. Sehr offene Schweden, was nicht immer selbstverständlich ist. Sie nennen mich liebervoll „Sommarkatt“ (Sommerkatze), weil ich ja bald wieder raus muss (Ende August). Nächstes Mal erzähle ich euch dann wie’s um eine neue Bleibe steht…
Nun ist es halb elf am Mälarhöjds-Bootsteg. Ich bin so langsam wieder trocken und genieße noch das Abendrot am Horizont. Mein Bierchen ist inzwischen auch schon alle – dann werd ich mich mal auf den Heimweg machen…
Ich hoffe ihr könnt den Sommer trotz den Temperaturen ebenfalls genießen…
Song of the day:
Otis Redding - Sitting on the dock of the bay
...
I'm sittin' on the dock of the bay
Watching the tide roll away
Ooo,
I'm just sittin' on the dock of the bay
Wastin' time
...
Sommerschlaand – abends halb elf in Mälarhöjden.
14.07.2010Labels: Freizeit
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